Das Heim in der Torgauer Straße 290 ist ein alter Kasernenbau, der sich in einem ziemlich schlechtem Zustand befindet. Das Gebäude ist marode und heruntergekommen. Das Haus ist von Kakerlaken befallen, die sich nur sehr schwer beseitigen lassen. Infolgedessen ist es enorm unhygienisch. Das Heim ist sehr weit abgelegen – fährt man von der Eisenbahnstraße dorthin, dann kommt hinter den letzten Wohnhäusern ein Fußballplatz, eine Tankstelle, dann lange Zeit nichts – dann das Heim im Gewerbegebiet. Die BewohnerInnen brauchen sehr lange um in die Stadt zu gelangen. Nach eigenen Aussagen ist es den meisten sehr peinlich, mal jemand zu sich einzuladen. Gäste sind zudem vom Wachpersonal nach 22 Uhr nicht mehr gestattet. Das Haus ist umzäunt und videoüberwacht, was den BewohnerInnen das Gefühl gibt, in einem Gefängnis zu wohnen. Die Wohneinheiten werden meist von mehreren Menschen bewohnt, von denen sich niemand aussuchen konnte, mit wem oder mit wie vielen man zusammen leben muss. Privatsphäre ist daher für die Menschen keine Selbstverständlichkeit, sondern Luxus.

Eingang in das Asylsuchendenheim

Wohnhäuser – alte Kasernen

Über 200 Menschen müssen hier leben

Die Umgebung des Heims